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Vorbereitung der Massage

Der Grundstein einer entspannender Massage wird bereits weit im Voraus gelegt. Inwieweit der Partner die Massage genießen kann, entscheidet sich in der Regel schon bevor dieser überhaupt auf der Liege Platz genommen hat.

Der Erfolg der Massage liegt im wahrsten Sinne des Wortes in den Händen des Masseurs. Eine entscheidende Rolle spielt sein Geschick darin, frühzeitig die erforderlichen Vorkehrungen für die Massage zu treffen.

Damit auch Dein Patient erholt und gestärkt von der Massageliege steigt, wollen wir Dir in unserem Massage Ratgeber ein paar Tipps und Tricks verraten, die Dir dabei helfen Deinem Patienten bzw. Partner ein unvergessliches Massageerlebnis zu verschaffen.

Dabei ist zum einen zwischen dem Faktor Mensch zu unterscheiden, der hier in der Rolle des Masseurs auftritt, als auch zwischen den äußeren Einflussfaktoren der Umgebung.

Solltest du bereits Erfahrung im Bereich der Massage haben, werden dir viele Aspekte sicher als selbstverständlich erscheinen. Dennoch hoffen wir, dass auch Du hier noch vielleicht den ein oder anderen Tipp mitnehmen kannst. Für alle Anfänger gilt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Wenn Du all unsere Ratschläge beherzigst, bist du bereits auf einem guten Weg deinem Partner eine wunderschöne Zeit der Entspannung zu verschaffen. Für Dich und deinen Massagegast wird es sich lohnen!

Doch nun kommen wir zur Sache! Anbei 11 Tipps, die deine Massagen zu einem vollen Erfolg machen.

 

Auf einen Blick, alles was du bei einer Massage beachten solltest:

  • Ein frisches, gepflegtes Erscheinungsbild
  • Pflege der Hände und Nägel
  • Angemessene Kleidung
  • Ordnung schaffen
  • Ein angenehmes Raumklima
  • Für Ruhe und Stille storgen
  • Die richtige Raumtemperatur
  • Massageutensilien sollten parat stehen
  • Im persönlichen Gespräch die Erwartungen klären
  • Eine Atmosphäre der Entspannung
  • Die innere Haltung

1. Ein frisches, gepflegtes Erscheinungsbild

Wie so oft gilt, der erste Eindruck zählt. Damit sich dein Massagegast bei Dir fallen lassen kann, ist es wichtig, dass du ein gepflegtes Auftreten hast. Insbesondere die Körperhygiene ist hier ein wesentlicher Faktor, dessen Einhaltung Grundvoraussetzung sein sollte.

Nur wenn Dein Gegenüber einen positiven Eindruck von dir gewinnt, wird er in den darauffolgenden Minuten abschalten und sich entspannt in deine Obhut begeben können.

Während der Massage befindet sich Dein Partner in einem losgelösten Zustand der Entspannung. Die Auge sind in aller Regel verschlossen und die Gedanken begeben sich auf Wanderschaft. Gerade in diesen Moment sind alle anderen Sinneswahrnehmungen um ein Vielfaches geschärft. Hierzu zählt natürlich auch der Geruchssinn. Aus diesem Grund solltest du stets mit einem dezenten Deo und Mundwasser vorsorgen. Unbedingt ist sicherzustellen, dass Dein Gegenüber nicht mit unangenehmen Körpergeruch konfrontiert wird.

2. Pflege der Hände und Nägel

Bei fast jeder Massage stehen die Hände des Masseurs im Mittelpunkt. Die Hände sind es, welche über die Haut streichen, die Muskeln kneten und lockern und die Verbindung zu deinem Gegenüber herstellen.

Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass sie regelmäßig gepflegt werden. Hier sollte vorallem darauf geachtet werden, dass die Fingernägel gekürzt sind und keine scharfen Kanten aufweisen. Schließlich willst Du nicht auf dem Rücken des Patienten in Form von Kratzspuren verewigen.

Die Hände sollten weich und glatt sein. Hier helfen unterschiedliche Pflegecremes, welche die Hände mit Feuchtigkeit versorgen und dafür sorgen, dass sie sich schön geschmeidig anfühlen.

Vor der Massage sollte Schmuck wie Ringe oder Armbänder abgelegt werden, da diese vom Gegenüber als störend empfunden werden könnten.

3. Angemessene Kleidung

Sollte die Massage nicht im privaten Umfeld stattfinden, ist darauf zu achten, dass die Kleidung professionell wirkt und nicht zu freizügig ausfällt.

Zudem sollte die Kleidung funktional sein, das heißt sich bei Bedarf gut reinigen lassen. Immer mal wieder kann es während einer Behandlung Vorkommen, dass Öl oder sonstige Massagemittel an die Textilien kommen. Zudem sollte die Kleidung natürlich auch bequem sein und Dich nicht in Deinen Bewegungsabläufen einschränken. Schließlich sollst auch Du dich während der Massage wohlfühlen.

4. Ordnung schaffen

Die Räumlichkeiten in denen die Massage stattfindet, sollten aufgeräumt und sauber sein. Die Überbleibsel einer Vorbehandlung, oder das alltägliche Chaos sollten im Behandlungsraum keinen Platz finden. Den wenigsten Massagegästen wird es gelingen abzuschalten und den Kopf freizubekommen in einem Umfeld, das so aussieht als wäre hier vor kurzem eine Bombe hochgegangen.

Nicht selten werden anhand der Räumlichkeiten auch Rückschlüsse auf das Wesen und die Fertigkeiten des Masseurs gezogen. Und wer will sich schon jemanden anvertrauen, der schon damit überfordert ist in den eigenen vier Wänden Ordnung zu halten?

Am einfachsten ist es ein festes Ordnungssystem zu haben, bei dem jeder Gegenstand über seinen angestammten Platz verfügt. Nach Benutzung wird alles wieder dort einsortiert, wo es her stammt. Auf diese Weise wird der Entstehung von Unordnung schon frühzeitig vorgebeugt.

5. Ein angenehmes Raumklima

Der Luftqualität in Innenräumen erhält nicht immer die Beachtung, die ihr eigentlich zusteht. Dabei trägt sie maßgeblich zur Steigerung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens bei und schafft ein gesundes Raumklima.

Lüfte daher regelmäßig, am besten vor jeder Massage mindestens für 3 Minuten den Raum. Am einfachsten geht dies mit Hilfe einer sogenannten Querlüftung. Dabei entsteht Durchzug, der sogar die verbrauchte Luft in Nischen und Ecken erneuert. Somit wird in kurzer Zeit, die komplette Raumluft ausgetauscht.

Du wirst merken, dass du danach wieder über neue Energie verfügst und dir die Massage leichter von der Hand geht. Auch auf deinen Patienten wird sich die Frischluft belebend auswirken. Kopfschmerzen haben keine Chance mehr.

6. Eine Zeit der Ruhe und Stille

Gönne Dir und Deinem Gegenüber während der Massage eine Verschnaufpause von dem Lärm des Alltags. Daher gilt, dass das Telefon und Handy unbedingt ausgeschaltet sein sollten, auch das Klingeln an der Haustür sollte im Idealfall vermieden werden.

Geschlossene Fenster schützen vor dem Lärmpegel der Umgebung und auch sonstige Geräuschquellen wie Fernseher oder Radio haben während der Massage Sendepause. Nicht umsonst heißt es, in der Ruhe liegt die Kraft!

7. Die richtige Raumtemperatur

Friert dein Gegenüber während der Massage ist an Entspannung garnicht erst zu denken. In solchen Fällen hilft auch keine Hot Stone Massage mehr! Im schlimmsten Fall holt sich Dein Partner eine dicke Erkältung und darf sich die nächsten Tage mit Husten und Schnupfen herumschlagen.

Daher gilt, dass immer eine angenehmen Umgebungstemperatur herrschen sollte. Es empfiehlt sich, dass die Temperatur im Idealfall zwischen 24 und 25 °C liegt. Am besten lässt sich die Temperatur mit einem im Raum montierten Thermometer überwachen. Achte immer darauf, dass aktuell nicht behandelte Körperregionen mit einer warmen Decke geschützt werden, um das Auskühlen zu verhindern.

Manche Masseure gehen sogar soweit und wärmen die Massageliege mit einer Heizdecke für ihre Kunden vor. Will man seine Kunden besonders verwöhnen, lassen sich auch vorgewärmte Decken verwenden. Da bleibt kein Kundenwunsch unerfüllt!

8. Massageutensilien sollten parat stehen

Damit die Massage gelingt, ist es wichtig alle benötigten Utensilien schnell zur Hand zu haben. Deshalb sollte das benötigte Massagezubehör bereits vor Beginn der Anwendung griffbereit aufgebahrt werden. Es ist von Vorteil, wenn zumindest gedanklich der Ablauf der Massage bereits feststeht. Das Massagezubehör kann dann in der entsprechenden Reihenfolge, in der es zum Einsatz kommt, zu recht gelegt werden.

Fängt der Masseur während der Massage an hektisch um den Massagetisch zu laufen, oder schlimmer noch in Schränken das benötigte Zubehör zu suchen, ist die Entspannung beim Gegenüber schnell dahin.

Für ein positives Massageerlebnis sollte von Beginn an ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sein. Dies beginnt bereits beim Vorwärmen des Massageöls, dem Bereitstellen von Getränken, bis hin zur Vorbereitung einer kuscheligen Decke.

9. Im persönlichen Gespräch die Erwartungen klären

Ehe es mit der Massagebehandlung los geht, solltest Du mit der zu massierenden Person klären, mit welchen Erwartungen sie zu Dir kommt. Geht es ihr eher um eine entspannende Wellnessmassage, oder ist eine intensive Sportlermassage gewünscht?

Wie fest darfst du es bei der Massage angehen lassen? Wünscht sich dein Gegenüber eher eine härtere Behandlung, oder sind nur sanfte Berührungen gewünscht?

Das Gespräch hilft dabei sicherzustellen, dass beide Seiten dieselben Vorstellungen von der bevorstehenden Massage habe. Nur wenn der Massierende auf die Bedürfnisse des anderen eingeht, wird das gewünschte Ziel der Entspannung und Regeneration erreicht werden können.

Darüber bietet euch das Gespräch die Gelegenheit euch ein wenig kennenzulernen, sich aufeinander einzustellen und bereits einen persönlichen Draht aufzubauen. Nur wenn gegenseitiges Vertrauen und Respekt herrschen, kann sich Dein Gegenüber während der Massage fallen lassen.

Es bietet sich im Gespräch auch an abzuklären, ob bestimmte Bereiche einer besonderen Beachtung während der Massage bedürfen. Gibt es Schwerpunkte hinsichtlich der Verspannungen, oder existieren Rückenschäden die einer besonders vorsichtigen Herangehensweise bedürfen?

Das Vorgespräch kann soweit gehen, dass die zu behandelnde Person auch Wünsche hinsichtlich des verwendeten Massageöls, oder der abgespielten Entspannungsmusik äußern darf. Dein Gegenüber wird es zu schätzen wissen, wenn Du ihm das Gefühl gibst wichtig genommen zu werden!

10. Eine Atmosphäre der Entspannung

Dem Massagegast hilft es dabei sich auf die Massage einzustellen, wenn in der Räumlichkeit eine entsprechende Ambiente geschaffen wird. Es fällt ihm leichter den täglichen Streß aus den Kopf zu bekommen und sich nun gedanklich der bevorstehende Massage zu widmen.

Ein für die Entspannung förderliches Ambiente lässt sich auf unterschiedlichen Wegen erzielen. Zu den Klassikern gehört beispielsweise gedimmtes Licht, ein wenig Kerzenschein und entspannende Musik, die im sanft Hintergrund läuft. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Lichtquellen mit denen sich je nach Stimmung eine Wohlfühlatmosphäre schaffen lässt.

11. Die innere Haltung

Wichtig ist auch die innere Haltung des Massierenden. Ruht der Masseur in sich und ist auf seinen Gast fokussiert, überträgt sich diese Ruhe auch auf das Gegenüber. Dem Gast fällt es leichter abzuschalten und sich auf das Erlebnis der Massage zu konzentrieren. Ist der Masseur jedoch während der Massage nicht bei der Sache, oder führt die Massage aufgrund von Termindruck hektisch oder in einem innerlich aufgebrachten Zustand aus, so spürt dies auch sein Gegenüber. Menschen haben als soziale Wesen ein sehr empfindsames Gespür hinsichtlich der Gemütslage ihrer Mitmenschen. Somit fällt es ihnen schwerer den Alltag abzuschütteln und sich fallen zu lassen, wenn der Masseur nicht die innere Balance gefunden hat.

Bist Du gestreßt? Überbelasted? Liegen Konflikte vor, die dich beschäftigen? Nerven dich Lärm und Unordnung? All dies kann mal vorkommen, sollte dich jedoch nicht während der Massagebehandlung beschäftigen. Daher gönne Dir vor der Massage ein paar ruhige Minuten. Jeder hat seine eigenen Techniken um den Kopf frei zu bekommen. Mir selbst helfen hierbei einige einfache Atemübungen, bei denen ich ein paar mal tief einatme und langsam wieder ausatme. Andere schwören hingegen auf ein einfache Dehnübungen oder andere Medititationstechniken. Wichtig ist, dass du dich entspannst und dich auf die anstehende Massage konzentrierst. Geh in deinem Kopf nochmal die geplanten Massagetechniken und Wünsche deines Gegenübers durch und stell dich mental auf ihn ein.

Wenn du dies beherzigst und die Massage mit Begeisterung ausführst, wird dein Gast dies spüren und die Massage in vollen Zügen genießen können. Auch du selbst wirst auf Dauer davon profitieren, wenn du dir vor der Massage ein wenig Zeit zum Ausgleich gönnst.

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