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Grundtechniken

Wenn man auf der Straße fragt, was wohl das größte menschliche Organ ist, würde man sicher viele unterschiedliche Antworten erhalten. Doch die wenigsten Leute würden erwarten, dass es sich hierbei um die menschliche Haut handelt.

Auf einer Fläche von rund 1,6 Quadratmetern ist sie durchzogen von mehr als fünf Millionen hochsensiblen Sinneszellen, die nur darauf warten berührt zu werden.

Aus eigener Erfahrung, weiß jeder von uns wie angenehm sich eine Umarmung, oder das Halten der Hand anfühlt. Durch das Prinzip der Massage wird diese Erfahrung noch weiter intensiviert.

Werden die Massagetechniken gekonnt eingesetzt, kann dies zur Entspannung und Erholung führen.

Auch Schmerzen werden gelindert und emotionale Nähe hergestellt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst massiert, oder in den Genuß einer Massage kommt.

Für beide Seiten kann es eine wohltuende Erfahrung sein, die innere Befriedigung verschafft.

Streichen

Das Streichen, ist die Massagetechnik schlecht hin! Sie kann so gut wie an jeder Körperstelle zur Anwendung kommen. Zugleich bietet sie zahlreiche Variationsmöglichkeiten, die beim Gegenüber unterschiedliche Reize ansprechen.

Je nach dem mit welcher Intention die Massage erfolgt, kann mit sanften Druck oder mit stärkeren Druck gearbeitet werden. Während ein sanfter Druck entspannt, regt der stärkere Druck die Durchblutung in den Muskelgruppen an.

Diese Methode allein hält eine Vielzahl von Möglichkeiten für eine traumhafte Massage bereit. Achte jedoch immer darauf, dass die Bewegungen sanft, fließend und gleichmäßig erfolgen.

Bei der Standardbewegung berühren die Hände den Körper großflächig, die Finger liegen dicht beisammen. Du kannst bei den Streichbewegungen jedoch auch mit verschiedenen Teilen deiner Hand arbeiten, je nach dem welche Körperregion du gerade behandelst. Gut geeignet für die Steichbewegung sind beispielsweise deine Handballen, die Knöchel oder die Daumen.

Mit Hilfe des Handballens, lässt sich leichter Druck ausüben, so dass sich diese Form besonders eignet um die Durchblutung der Muskulatur anzuregen.

Hingegen hilft das Streicheln mit dem Knöchel dabei tiefere Ebenen der Muskulatur anzusprechen.

Der Einsatz des Daumens dient wiederum dazu verklebte Muskelfasern, sogenannte Faszien, voneinander zu lösen und so zur Regeneration beizutragen.

Für den allgemeinen Ablauf der Massage empfiehlt es sich zunächst mit sanften Druck und leichten Massagebewegungen zu beginnen und dann die Intensivität während der Massage zunehmend zu erhöhen. Entweder lassen sich beide Hände parallel zueinander bewegen oder streichen abwechselnd in unterschiedliche Richtungen. So kann beispielsweise die eine Hand in der Nackenregion beginnen und sich nach unten bewegen. Zugleich bewegt sich die andere Hand vom Steißbein aus nach oben. Am Ende des Bewegungsablaufs haben beide Hände die Position getauscht.

Alternativ kann die Bewegung statt in die Senkrechte auch in die Waagerechte ausgeführt werden. Als Ausgangslage werden die rechte und die linke Hand überkreuzt auf den Rücken gelegt. Anschließend bewegen sich beide Hände aufeinander zu. Nach jeder Bewegung befindet sich jeweils die andere Hand in der Ausgangslage oben.

Reichen Dir diese Varianten nicht, kannst Du auch noch jeweils nur mit einer Hand den Hautkontakt herstellen. Die eine Hand streichelt den Rücken entlang, kurz bevor sie unten angelangt ist, beginnt die andere Hand von oben aus die Bewegung von vorne. Auf diese Weise wechseln sich die Hände jeweils ab und eine schnelle Bewegungsabfolge ist möglich.

Unser Tipp: Das Streicheln eignet sich auch perfekt um fließende Übergänge von einer schnelleren Technik zu einer ruhigeren Bewegung herzustellen.

Drücken

Kneten

Sowohl beim Masseur als auch bei den Massagegästen ist das Kneten als Massagetechnik sehr populär.

Wichtig dabei ist, dass der Muskel sanft zusammengedrückt wird. Die verbesserte Durchblutung führt dazu, dass Giftstoffe besser abtransportiert werden können.Zugleich verbessert sich die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. All dies wirkt sich förderlich auf das Schmerzempfinden und die Regeneration des Körpers aus.

Reiben

Durch die Technik des Sägens lassen sich verspannte Muskelpartien aufwärmen und für die weitere Massage auf Betriebstemeperatur bringen. Durch schnelle Sägebewegungen werden die Nervenzellen angesprochen. Halte für die Sägebewegung beide Hände mit der Handfläche zueinander, so als wenn du Beten willst. Anschließend lege beide Hände leicht versetzt auf die Muskelgruppe und beginne schnell mit der Handkante vor und zurück zu gleiten. Durch die Reibung zwischen Handkante und Haut entsteht Wärme, die bis in die Muskulatur vordringt und diese stimuliert.

Weitere Methoden sind das Reiben und Drehen, welche sich besonder für Hände, Finger, Füße und Zehen eignen. Beim Reiben wird mit den Fingerkuppen quer über den Handrücken des Gegenübers gestrichen. Auf diese Weise werden Verklebungen der Faszien gelöst und die Durchblutung angeregt.

Beim Drehen wird ein einzelner Finger bzw. Zeh zwischen den eigenen Daumen bzw. Zeigefinger genommen. Das jeweilige Gliedmaß des Massierten wird mit der freien Hand festgehalten. Danach wird leichter Druck ausgeübt und die Haut abwechselnd Mal in die eine Mal in die andere Richtung bewegt. Durch den Kontakt zwischen der Haut und dem Knochen wird die Blutversorgung gefördert.

Klopfen

Die Technik des Klopfens kann mit den unterschiedlichsten Methoden angewandt werden. Die Palette beginnt bei einem leichten Klopfen mit den Fingerspitzen, erstreckt sich über Hackbewegungen mit den Handkanten, hin bis zum Trommeln mit der Faust. All diese Methoden dienen dazu den Nervenzellen Impulse zu geben und die Durchblutung zu fördern. Das Einsatzgebiet erstreckt sich jedoch nur auf starke Muskelpartien, die bereits im Vorfeld gelockert wurden. Die Wirbelsäule sollte niemals durch starkes Trommeln strapaziert werden.

Ferner solltest Du darauf achten, dass deine Handgelenke locker sind und leicht hin und her schwingen können. Dies gilt für alle drei der folgenden Methoden.

Beim Fingerklopfen berühren nur die Fingerkuppen die zu Massierende Stelle. Auch wenn diese Technik für den gesamten Körper geeignet ist, wird sie hauptsächlich im Gesicht eingesetzt aufgrund ihres hautstraffenden Effektes.

Das Hacken hingen wird primär bei muskulösen Stellen genutzt. Beide Hände bewegen sich abwechselnd, in einem festen Takt nach unten. Einzig und allein die Handkante berührt dabei die Haut.

Beim Trommeln mit den Fäusten sollte die Zielzone leicht anfangen zu vibrieren. Auf diese Weise wird der Muskel gelockert. Auch wenn diese Technik ein wenig rabiat wirkt, eignet sie sich perfekt dazu die Durchblutung zu stärken.

Fächertechnik

Die Fächertechnik ermöglicht es größere Körperbereiche per Massage anzusprechen. Die Anwendung spricht die Nervenzellen unter der Haut an und reizt diese leicht. In vielerlei Hinsicht bestehen Parallelen zum sanften, langen Streichen. Allerdings wird das Streichen in Faserrichtung ausgeführt, während die Bewegungsabläufe der Fächertechnik quer zur Muskelpartie ausgeführt wird.

Beim Fächern werden beide Hände parallel zueinander, flach auf dem Körper ausgebreitet. Danach werden die Hände fächerförmig nach außen bewegt. Hierbei bleiben die Finger beieinander und es besteht ein permanenter Hautkontakt. Wenn es gewünscht ist, lässt sich hierbei ein gewisser Druck auf die Muskeln ausüben. Nach dem Ende der Fächerbewegung beginnt der Ablauf wieder von vorne.

Um ein wenig Abwechslung ins Spiel zu bringen, können beim Auseinanderfächern auch die einzelnen Finger auseinander gespreizt werden.

Zudem kann die Fächertechnik auch auf dem Rücken mit Hilfe der Unterarme ausgeführt werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

 

Vibrieren

Beim Vibrieren kann der gesamte Körper in Schwingung gebracht werden. Es kann jedoch auch nur eine spezielle Muskelgruppe mit Schaukelbewegungen und sanftem Rütteln stimuliert werden. Versuche nach eigenem Gefühl die richtige Intensität bei der Anwendung herauszufinden. Solltest Du dir unsicher sein, ob Tempo und Druck für Dein Gegenüber angenehm sind, kannst du Rücksprache mit ihm halten. Grundsätzlich gilt, dass ein langsames, rhythmisches Vibrieren mit sanften Druck den Körper entspannt und Ruhe verleiht. Eine Anwendung mit größeren Druck hingegen wirkt anregend und hilft dem Körper dabei das Gewebe und die Muskeln zu entschlacken.

Werden Körperregionen des zu massierenden in Schwingung gebracht, ist keine Unterstützung seinerseits erforderlich. Die Impulse gehen allein vom Massierenden aus.

Das Vibrieren lässt sich gut nach dem langen Streichen anwenden und kann dazu dienen die Massage einer bestimmten Körperregion abzuschließen.

Die Technik des Massierens lässt sich in die Grundbewegungen des Schaukelns, des Schüttelns und des Rollens untergliedern.

Beim Schaukeln wird der ganze Körper zwischen beiden Händen gefasst und abwechselnd von der einen Hand zur anderen Hand bewegt. Achte dabei auf einen langsamen Rhythmus. Allmählich wandern die Hände dabei von oben runter bis zu den Füßen.

Beim Rollen werden die Arme oder Unterschenkel des Gegenübers zwischen die Handflächen genommen. Als wenn du die Gliedmaßen zwischen den Händen rollen willst, bewegst du die Hände mit leichten Druck entlang der Körperpartie

Das Schütteln dient dazu Verspannungen einzelner Muskeln zu identifizieren. Dazu wird der Muskel berührt und mit sanften Druck geschüttelt. Spricht der Muskel auf die Bewegung nicht mit einer leichten Vibration an, liegt eine Blockade vor.

 

 

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